Pilgern: Schauen, Beten, zur Ruhe kommen

Im Pilgern verbinden sich Singen und Beten, Gehen und Schweigen. Wir sind mit anderen auf dem Weg. Wir begegnen heiligen Orten. Das Geschenk des eigenen Lebens und Glaubens wird uns bewusst. In der Regel fahren wir gedankenlos irgendwohin. Es tut gut, den Boden unter den Füßen zu spüren. Und den offenen Himmel zu sehen.

Zur Ruhe kommen

Hier bin ich,
Gott, vor Dir,
So wie ich bin.

Mit meiner Anspannung,
mit meiner Freude,
mit meiner Ungeduld,
mit meiner Sehnsucht.

Gott, Quelle des Lebens,
erneure mich.
Amen.
(Andrea Felsenstein-Roßberg)

Aufbrüche

Manchmal müssen wir aufbrechen,
aus dem, was uns bindet, fesselt.
Manchmal müssen wir uns frei machen
von dem, was uns täglich
in seinen Bann zwingt.
Manchmal müssen wir neue Wege gehen,
damit wir uns wiederfinden.

Das Leben - ein Weg

Aufbrechen, unterwegs sein, ankommen -
mit diesen Worten kann man auch
das Leben Jesu beschreiben.
Nach seiner Taufe bricht er auf.
Er verlässt sein bisherigen verborgenen Leben.
Er geht 40 Tage und Nächte in die Wüste.
Dann ist er unterwegs durch die Städte und Dörfer.
Und sein Tod am Kreuz lässt ihn ankommen
beim Vater im Himmel.

Auf dem Weg

Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse leuchten
sein Angesicht über dir
und sei dir gnädig.
Got erhebe sein Angesicht
auf dich und gebe dir Frieden.
Amen.