Lutherweg Sachsen eröffnet

(07.09.2011) — johannes.killyen

Torgau (epd). Die erste Etappe des künftigen Lutherweges in Sachsen ist fertig. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) eröffnete sie am Dienstag in Torgau. Das Teilstück führt von dort über rund 20 Kilometer nach Bad Düben und schließt an den bereits existierenden Lutherweg in Sachsen-Anhalt an.

Mit der Route sollen Stätten mit Bezug zum Kirchenreformator Martin Luther (1483-1546) ausgeschildert und verbunden werden. Das rund 800.000 Euro teure Projekt soll bis 2013 über 20 Stationen in Sachsen verbinden. 2017 erinnert die evangelische Kirche an das 500-jährige Jubiläum der Reformation. Tillich, der am Donnerstag mit seinem Kabinett in Torgau zusammenkam, sagte zur Eröffnung: "Luther hatte ein eher differenziertes Verhältnis zum Pilgern." Ohne ihn wäre aber die Reformation und damit die Freiheit des Christenmenschen nicht denkbar. "Der Lutherweg steht daher auch für die Freiheit Andersdenkender", fügte er hinzu. An der Übergabe des Weges nahmen auch zahlreiche Vertreter der evangelischen Landeskirchen Sachsens und Mitteldeutschlands sowie der katholischen Kirche teil.

In Torgau residierten zu Luthers Zeiten die ernestinischen Wettiner, die inDeutschland die Reformation förderten. Mit der Schlosskirche entstand dererste protestantische Kirchenneubau. Im Volksmund gilt Torgau als "Amme derReformation", Wittenberg als "Mutter der Reformation". Für den Lutherweg istim westlichen Teil von Sachsen ein 340 Kilometer langer Rundweg geplant. Erschließt unter anderem die Städte Eilenburg, Leipzig, Borna, Zwickau, Rochlitz,Grimma und Wurzen ein.

Die Route soll auch Anschluss an den Lutherweg in Thüringen bieten, der dortstreckenweise fertig ist. Geplant ist letztlich ein gemeinsamer mitteldeutscherLutherweg. Der sächsische Lutherweg wird vom Freistaat mit 660.000 Eurogefördert. Träger des Projekts ist der Tourismusverband Sächsisches BurgenundHeideland. Er koordiniert die Etappenorte, die Beteiligung aus Kircheund Tourismus sowie die Vermarktung. Das Fördergeld soll unter anderem fürdie Beschilderung, die Erstellung touristischer Angebote sowie für Werbungausgegeben werden.




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