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Lutherweg in Sachsen-Anhalt
Lutherweg in Sachsen-Anhalt
Luther 2017 Tourismus Marketing Sachsen-Anhalt

Wegbeschreibung von Zerbst (Stationen 14-16) nach Aken

über Eichholz und Steckby (Station 17)Zerbst-Eichholz - 4 Kilometer

Sie wandern jetzt auf einem alten Landweg, der das Dorf Eichholz auf der kürzesten Strecke mit der Stadt Zerbst verbindet - er war ehemals durchgehend durch Obstbäume und Büsche gesäumt - in der Zwischenzeit haben sich unter alten Pflaumenbäumen wilde Mirabellen ausgesät.

Der Eichholzer Weg gibt heute auch weite Blicke in die Landschaft frei - Vögel und Schmetterlinge können Sie vor allem zur Obsterntezeit im Überfluss beobachten - rückwärts gewandt können Sie von den Türmen von St. Nicolai Zerbst Abschied nehmen - zu linker Hand kommt der Kirchturm des Dorfes Bias in Ihr Blickfeld - das letzte Stück vor Eichholz wird der Weg rechts von einem der vielen Gräben begleitet, die für die landwirtschaftliche Nutzung hier so typisch sind.

Am Ortseingang von EICHHOLZ liegt rechter Hand die Dorfgaststätte (Anmeldung unter Tel. 03923 / 783906) - zu linker Hand befindet sich eine der beiden letzten noch tätigen Dorfschmieden des Kreises ( Kuhrt 01511 / 8697842) - der Weg durch die Dorfmitte (die alte Dorfstraße, heute Eichholzer Weg) wendet sich zunächst ein wenig nach rechts - auf der linken Seite passieren Sie die ehemalige Schule und das Pfarrhaus - zwischen beiden liegt der Zugang zur Dorfkirche St. Trinitatis aus dem 12. Jahrhundert - es handelt sich um einen Felssteinbau. Erhalten ist ein gotischer Taufstein - nach dem Schlüssel für die Kirche können Sie beim Landwirt Gabriel fragen, der sein Gehöft gegenüber (Eichholzer Weg 16) hat.

Eichholz-Steckby 5 km

Die alte Dorfstraße (=Eichholzer Weg) wendet sich scharf nach links und endet an einem Weg, der Sie rechter Hand zu einem zweispurigen landwirtschaftlichen Plattenweg führt, in den Sie am Ortsausgang nach links einbiegen müssen - nach etwa 300 Metern stoßen Sie auf den Radwanderweg Nr.10, in den Sie nach rechts gehen - vor Ihnen befinden sich Ackerflächen, die in den Elbauenwald übergehen und im Naturschutzgebiet liegen.

Wenn Sie sich zurückwenden, haben Sie einen schönen Blick auf Eichholz mit seiner kantigen großen Kirche - der Radweg ist von einer alten Pflaumenallee gesäumt, unter deren Kronen sich wilde Mirabellen ausgebreitet haben - am Rand des Waldes geht der Plattenweg in einen Waldweg über - nach etwa 400 Metern kreuzt diesen Weg der ausgebaute (geschotterte) Elberadweg, in den Sie nach links in Richtung Steckby (die Richtung Badetz ist entgegengesetzt) einbiegen müssen - Sie folgen ihm etwa drei Kilometer durch den Wald bis zum Ortseingang von STECKBY (RADFAHRERKIRCHE ST. NICOLAI, STATION 17), wo sie eine überdachte Rastgelegenheit empfängt.

Exkurs I: Abkürzung um 1 Kilometer: Der Radwanderweg Nr.10 gabelt sich etwa 800 Meter vor dem Elbauenwald - der leicht links abzweigende Weg, der zunächst einen Graben überquert, ist ein landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich selten genutzter unbefestigter Weg und dementsprechend etwas uneben oder zugewachsen - auch er ist von Pflaumenbäumen und wilden Mirabellen gesäumt und geht in einen Waldweg über - nach etwas mehr als einem Kilometer immer geradeaus mündet er an einer Brücke über den Fundergraben in den Elberadweg, der links nach Steckby führt (reichlich 2 Kilometer).

Steckby-Aken - 8 Kilometer

Nach dem Eintritt in den Ort Steckby folgen Sie der Badetzer Straße, sehen auf ihrer linken Seite ein Gestüt und stoßen schließlich auf die Hauptstraße, die sie nach links hin durchlaufen - Sie kommen am Gasthaus zum Biber (Tel. 039244 / 296) vorbei - die Hauptstraße geht über in die Steutzer Straße, an deren linker Seite sich die Radfahrerkirche St. Nicolai zu Steckby (Pfarramt, Tel.039244/243) befindet - sie wurde Ende des 13. Jahrhunderts erbaut und präsentiert sich mit einem barocken Fachwerkdachreiter - aus dem Mittelalter ist an der Chornordseite eine Priesterpforte erhalten - in der Zerbster Straße 7 gibt es eine staatliche Vogelschutzwarte (Tel. 039244 / 94090) und in Steckby besteht auch eine Außenstelle Steckby des Biosphärenreservates (0174 / 75 36 590), die in beschränktem Rahmen Gruppen führen können.

Sie halten sich rechts, setzen den Weg auf der Steutzer Straße (Elberadweg) fort und laufen vom Ortsausgang einen Kilometer auf der Landstraße nach Steutz - wenn links an der Landstraße ein Wald beginnt, wenden Sie sich nach rechts zum ausgeschilderten asphaltierten Elberadweg, der Sie nach etlichen Metern steil hinunter zu den Elbwiesen führt - Zunächst verläuft der Radweg Richtung Wald und wendet sich dann nach links durch das Biosphärenreservat Steutzer Aue - zu linker Hand sehen Sie auf einem Höhenzug das Dorf Steutz mit seiner Kirche liegen.

Nach etwa drei Kilometern über die Elbwiesen stoßen Sie auf die asphaltierte B187a - Sie wenden sich nach rechts und haben zu linker Hand eine alte Streuobstwiese - rechts lässt sich mit einigen alten Apfelbäumen noch die alte Apfelallee erahnen, die einst direkt zum verschwundenen Elbuferweg führte - heute müssen Sie leider mit drei Kilometern Fußweg auf der Bundesstraße ohne Seitenstreifen zurechtkommen - auf dem letzten Kilometer verläuft diese Bundesstraße parallel zum rechten Elbufer, d.h. sie können vielleicht die Elbe auf der linken Seite ihres Weges durch die Bäume schimmern sehen - die B187b führt Sie direkt zur Fähre, die Sie nach Aken übersetzt - bei normalen Wasserständen ist sie von 6 bis 20 Uhr in Betrieb (sonntags ab 8 Uhr).

Exkurs II: Abkürzung durch den Auenwald um 2 Kilometer (an heißen Tagen zu empfehlen): An der Hauptstraße in Steckby rechts vom Haus Nr. 27 führt eine alte Straße mit Kopfsteinpflaster zu den Elbwiesen hinunter - Sie folgen dem nicht gepflasterten Bogen, den sie nach links in das Naturschutzgebiet nimmt und orientieren sich dann weiter am neu einsetzenden Kopfsteinpflaster - Sie überqueren eine kleine Brücke über einen Seitenarm der Elbe und erreichen eine mit Buchen und Eichen gesäumte Allee, die sie entlanggehen und die im Forst zu einem Plattenweg wechselt - der Plattenweg hat zu beiden Seiten Reste einer mit Misteln überwucherten und vom Wald verschlungene Apfelallee, die einst zu einem Wanderweg an die Elbe führte, den bald nach dem Krieg Biberkolonien und Besorgnisse des Naturschutzes verdrängten.

Der Plattenweg geht in einen geschotterten Forstweg über - Sie folgen dem Hauptweg, der sich später im Bogen nach links wendet - den Wald selbst dürfen Sie größtenteils nicht betreten - nach über vier Kilometern durch den dichten, feuchten Auenwald (Naturschutzgebiet, Benutzen der Wege auf eigene Gefahr) kommen Sie auf der Bundesstraße 187b an und sind, wenn Sie sich nach rechts wenden, nach wenigen hundert Metern an der Fähre nach Aken.



 

 

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