Mitglieder der Lutherweggesellschaft

Links

Der Pilgerpass für den Lutherweg im Coburger Land sowie ein Wanderführer zum Weg können gegen einen frankierten Briefumschlag bezogen werden bei:

  • Lutherdekade Coburg - Hintere Kreuzgasse 7c - 96450 Coburg
  • oder: Tourismus Coburg - Herrngasse 4 - 96450 Coburg
Institutionelle Mitglieder

Der Lutherweg in Bayern: Stadt und Landkreis Coburg

In einer Südschlaufe durchzieht der aus Thüringen kommende Lutherweg auf einer Länge von 96 km das Coburger Land (davon 11 km in Thüringen). Er verbindet Städte der Reformation Neustadt b. Coburg, Coburg und Bad Rodach.

Durch Neustadt bei Coburg gelangte Martin Luther mehrmals bevor er in Coburg Station machte. Am Karfreitag 1530 predigte er in der Georgskirche.

Coburg war Raststätte bei der Pilgerreise nach und von Rom 1510 und 1511, auf dem Weg zur Heidelberger Disputation vom 14.-16. April 1518, im selben Jahr auf dem Weg nach Augsburg zum Verhör vor Cajetan, sowie Aufenthaltsort vom 15.4.-4.10 1530 in Zusammenhang mit dem Reichstag zu Augsburg. Diese Zeit ist im Leben des Reformators am besten dokumentiert.

Obwohl Martin Luther auf der Veste Coburg viel Besuch empfing und über einen Kurierdienst mit den Seinen in Augsburg verbunden war, ist uns aus dieser Zeit ein Reichtum seines Schaffens erhalten.

So ist sein Arbeiten an den Propheten Jeremia und Ezechiel, die Übersetzung der zwölf kleinen Propheten und der sog. Coburger Psalter (Psalm 1-25) belegt. Zum Zweiten sind die Flugschriften und Abhandlungen zu nennen, die Bezug auf aktuelle politische und theologische Fragen nehmen und zum Dritten 120 erhaltene Briefe.

Bad Rodach ist der Ort des Rodacher Abschieds, der nach dem Reichstag zu Speyer die Fortschreitung des Protestes dokumentiert und die Frage des Widerstandsrechtes gegen den Kaiser behandelt. Vom 6.-8. Juni 1529 tagten die Abgesandten der protestantischen Fürsten und der Reichsstädte Straßburg, Nürnberg und Ulm.

Auf dem Weg über die Langen Berge führt er nach Eisfeld in Thüringen zurück.

Grußwort des bayerischen Schirmherrn Dr. Günther Beckstein

Ich habe die Schirmherrschaft für den bayerischen Teil des Lutherweges gerne übernommen: die Idee des Lutherweges halte ich für genial.

Ich selbst habe erlebt, wie schön eine Pilgerwanderung sein kann. Die Katholiken haben mit ihren Wallfahrten eine schöne Form der Frömmigkeit. Der Jakobsweg, der durch Franken läuft, hat zwischenzeitlich eine schöne Bekanntheit erworben.

Die Orte, die für die Reformation und Luther Bedeutung haben durch einen Weg zu verbinden, halte ich für einen wichtigen Beitrag für die Reformationsdekade. Dadurch wird deutlich, wie die Reformation ihren Weg gesucht hat über viele Stationen, dass dies keine strategische Planung gewesen ist, sondern eine Entwicklung, die auch manchen geistigen und geistlichen Umweg genommen hat.

Es ist für die Reformation kennzeichnend, dass es nicht eine zentrale Instanz (Rom!) gibt, sondern viele Orte, die für die Reformation Bedeutung erlangt haben. Dass alle diese Orte der Reformation zum Lutherweg verbunden werden, läßt viele Menschen mehr über die Geschichte der Reformation erleben, aber auch das wiedervereinigte Deutschland in seinem geistesgeschichtlichen Bezug zu erkennen.

Zunächst sind es nur ca. 30 km , die der Lutherweg in Bayern verläuft, vor allem mit der Veste Coburg, die auch ein eindrucksvolles Museum aufweist. Weitere bayerische Orte müssen noch dazu kommen, so z.B. Augsburg, aber auch Nürnberg, aber in einem stark katholisch geprägtem Land mit seiner fremdenverkehrlichen Fixierung auf den Alpenraum wird dies noch etwas dauern.

Lutheranern wird oft vorgeworfen, dass sie allzu stark theoretisch fixiert sind. Da bietet eine Wanderung auf dem Lutherweg die gute Gelegenheit, etwas zu erwandern und damit den ganzen Körper einzubringen. Und ein Stück wird die Beschwerlichkeit der Kommunikation vor 500 Jahren deutlich, wo noch nicht das Internet oder Fernsehen die Medienwelt beherrschten, sondern erst die junge Erfindung des Buchdrucks die Verbreitung der Ideen ermöglichte.

Ich wünsche dem Lutherweg viele interessierte Wanderer

Günther Beckstein

Lutherweg in den Bundesländern


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Sachsen Anhalt

Auf 410 Kilometern geht es durch viele landschaftlich und kulturell gleichermaßen einmalige Landschaften, vorbei an der Straße der Romanik, einmaligen Parks und Gärten und abwechslungsreichen Flüssen und Seen, die Sachsen-Anhalt wie ein Blaues Band durchziehen.

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Sachsen

Der Lutherweg in Sachsen führt zu Orten, in denen sehr bald die Reformation Fuß fasste, wie in Torgau, Eilenburg und Zwickau. Einige Stationen sind eng verbunden mit dem Lebensweg der Frau Luthers, Katharina von Bora.

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Thüringen

Berührende, erlebnisreiche, zur Auseinandersetzung reizende Begegnungen mit dem Reformator und den vielen faszinierenden Stätten der Reformation in Thüringen.

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Bayern

In einer Südschlaufe durchzieht der aus Thüringen kommende Lutherweg auf einer Länge von 96 km das Coburger Land (davon 11 km in Thüringen). Er verbindet Städte der Reformation Neustadt b. Coburg, Coburg und Bad Rodach.

Lutherweg1521Logo
Hessen

Beschwerlich und voller Gefahren war die Reise Martin Luthers im Frühjahr 1521 zum Reichstag nach Worms und als Geächteter des Kaisers zurück zur Wartburg bei Eisenach. Heute steht der Weg als Symbol für den Wandel vom Mittelalter zur Neuzeit.