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St. Marien Rödental-Einberg - Rödental

Um 1200 wurde eine steinerne Kirche zu Ehren der Muttergottes als Tochterkirche von Fechheim gebaut; sie steckt als Kern in dem heutigen Bau. Erhalten blieb ein vorromanischer Schlussstein mit Christi Bild, der heute im Chorgewölbe erscheint. Kurz nach 1400 wurde die Kirche durch einen Brand stark beschädigt. Beim Wiederaufbau zog man das gotische Chorgewölbe ein und bemalte die Wände mit 12 Weihekreuzen. In der 2.Hälfte des 15. Jh. wurde der Chorraum mit zwölf Aposteln und an der Decke mit den vier Evangelisten- Symbolen ausgemalt. An den Emporen-Brüstungen wurden 12 Bilder auf Holz mit der Passion Christi angebracht, die man heute in der kleinen Museumsstube im Glockenturm besichtigen kann. Schon sehr bald in der Reformationszeit(vermutlich 1526) wurde die Kirche lutherisch und selbständige Gemeindekirche. Eine Lutherrose wurde später dessen zum Zeichen in den Türsturz zur 1. Empore eingebracht. 1598 stiftete Eucharius von Selbitz auf Waldsachsen den Renaissance-Taufstein.

Nach dem 2. Weltkrieg, seit 1946, erhielt der Bau bei einer grundlegenden Restaurierung seine heutige Gestalt
Eine ganz eigene, neue Prägung bekam die Kirche durch die künstlerische Ausgestaltung des Münchner Malers Rudolf Büder. 1952 entstand das Deckenbild. Diese durch ihren Ernst und ihre Stille, meditative Farbigkeit bezwingende Ausmalung griff nach Diktatur und Weltkrieg  die Vision der Apokalypse nach Johannes auf. Die Emporenbilder, die einige Jahre nach der Apokalypse entstanden sind, zeigen im oberen Stockwerk das Paradies, den Schwertengel, Adam und Eva vor der Schlange, der brennende Dornbusch, der Tanz um das goldene Kalb und Moses beim Empfang der 10 Gebote; im unteren Stockwerk die Geburt Christi, die Erweckung des Lazarus und das Abendmahl mit Christus als Gastgeber. Neben der 1967 erbauten Ott-Orgel auf der 2. Empore findet man eine Darstellung des Turmbaus zu Babel.

Der Künstler Rudolf Büder schafft damit „eines der Hauptwerke süddeutscher Kirchenausmalungen unserer Zeit“ (Dr. Bernhard Schütz). Insgesamt besticht die Kirche durch einen gelungen Dialog zwischen alter und neuer Kunst.


  • kostenloser Zugang möglich
  • WC Benutzung möglich zu Öffnungszeiten Sekretariat
  • Stempel ist vorhanden

sonstige Angebote:

  •  Gottesdienst jeden Sonntag  9:30 Uhr, jeden 3. Sonntag im Monat 18:00 Uhr, Dienstags 19:00 Abendgottesdienst
  • Läutbodenmuseum

Welche Materialien liegen aus?

Kirchenführer

St. Marien Rödental-Einberg

Kirchplatz 7
96472 Rödental

Fon 09563-1437

Öffnungszeiten
im Sommer 0​8:00- 20:00 Uhr
im Winter   08:00- 19:00 Uhr