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Dreifaltigkeitskirche und die ehemalige Gottesackerkirche St. Salvator - Eisfeld

Justus Jonas - ein Mann dieser Zeit, enger Vertrauter und Freund Martin Luthers Erste Erwähnung findet Eisfeld als „Asifeld“ in einer Urkunde als Schenkung für das Kloster Fulda, das auf Veranlassung von  Bonifatius, dem Missionar der Hessen und Westthüringer, gegründet worden war.
Um 1200 entsteht  ein Vorgängerbau unserer Stadtkirche, die St. Georgenkapelle. Somit kann man von einer mehr als 800jährigen Geschichte der Kirchgemeinde ausgehen.
1221 ist Eisfeld Urpfarrei. 1316 erhält Eisfeld das Stadtrecht.
1488 wird mit dem Bau der heutigen Dreifaltigkeitskirche begonnen, die 1530 vollendet und wegen ihrer Schönheit als „Dom Südthüringens“ bezeichnet wird.

An einem alten Pilgerweg von Erfurt nach Nürnberg, einer späteren Handels-straße(„Salzstraße“)gelegen, entwickelt sich Eisfeld schnell. Mit großer Wahrscheinlichkeit kam auch Martin Luther auf seinem Weg nach Rom (1511/12) und auf dem nach Coburg hier vorbei. In Coburg hielt er sich 5 Monate auf, als Melanchthon die „Confessio Augustana“ auf dem Reichstag zu Augsburg vorstellte.
Justus Jonas  ein Mann dieser Zeit, enger Vertrauter und Freund Martin Luthers, spielt für Eisfeld bis heute eine wichtige Rolle. Er gehörte nicht zu den Reformatoren, die große theologische Schriften verfassten. Theologisch an Luther orientiert, vertrat er aber die Interessen der Wittenberger Reformatoren auf kirchenrechtlicher und verwaltungsmäßiger Ebene. Durch seine juristischen Kenntnisse und auch durch seine praktischen Erfahrungen bei der Gestaltung der Reformation war er  ein besonders fähiger Verhandlungsführer. Im Gedächtnis bewahrte man ihn als Mann an Luthers Seite, als vielfältig engagierten und durchaus erfolgreichen Praktiker, als Übersetzer zahlreicher lateinischer Schriften Luthers und Melanchthons. Großen Anteil hatte er auch an der Entstehung von Luthers Bibelübersetzung, bei der er einer der rührigsten Mithelfer, Berater und Gesprächspartner war. Durch sein Wirken hat er einen unbestrittenen Platz in der Geschichte der lutherischen Reformation erworben. Seine Übersetzungen machten die Schriften einem breiten Publikum zugänglich und trugen somit zu einer weiten Verbreitung des reformatorischen Gedankengutes bei.
Im Januar 1546 begleitete Jonas Luther auf dessen Reise nach Mansfeld. Dabei erkrankte der bereits gesundheitlich angeschlagene Luther und Jonas stand ihm während seiner letzten Lebensstunden im Gebet bei. In seinen letzten Lebensjahren zermürbten Jonas innerprotestantischen Schwierigkeiten, sowie familiäre und gesundheitliche Probleme. 1553 fand er eine letzte Anstellung als Pfarrer und Superintendent in Eisfeld, wo er am 9.10.1555 verstarb und auf dem Friedhof vor der Stadt (heute „Alter Friedhof“) beigesetzt wurde. Als seine letzten Worte wurden überliefert:
„Herr Jesu Christe, in deine Hände befehl ich mein Seelchen, du hast mich erlöset.“
Ein Epitaph am Eingang der Ruine der alten Eisfelder Friedhofskapelle, der Gottesackerkirche St. Salvator, erinnert an sein Wirken in Eisfeld. Es zeigt ihn zusammen mit Dr. Nikolaus Kindt in Gebetshaltung.

  • kostenloser Zugang möglich
  • WC Nutzung möglich Betreuer/ Füphrer anwesend
  • Stempel noch nicht vorhanden, wird erstellt

sonstige ständige Angebote:

a) Schlossmuseum „Otto Ludwig“ (Heimatdichter) gelegen an der Porzellanstraße, mit
    Dauer- und  regelmäßigen Sonderausstellungen
b) Begehung des „Otto Ludwig“ Parks und des Alten Friedhofs
c) im Altstadtkern gut erhaltene Stadtmauer mit Pforten und diversen Brunnen
d) Eisfeld liegt am Südhang des Thüringer Waldes mit entsprechenden
    Ausflugsmöglichkeiten in die touristisch gut erschlossene Umgebung
e) Eisfeld liegt am ehemaligen Grenzübergang nach Bayern, begehbarer Grenzturm mit  aktueller Ausstellung

auf Anfrage:
f) Besichtigung des Justus-Jonas-Saales im Pfarrhaus mit sehenswerten farbigen
   Bleiglasfenstern
g) Besteigung des Kirchturmes ( historisches Uhrwerk!) mit einem herrlichen Blick auf den Thüringer Wald
g) Führung im „Otto-Ludwig“ Gartenhaus möglich, Tel.: 06383300308
h) botanische Führung am „Grünen Band“, Tel.:06383232861


 Welche Materialien liegen aus?

  • Flyer über Leben und Wirken von Justus Jonas
  • Flyer über die Kirche mit Informationen zu Bau- und Kirchengeschichte
  • Informationen zu den vorhandenen Epithaphien 
  • Flyer mit Gebeten und Reisesegen
    Historische Postkarten und bleigefasste Fensterfragmente
    CD mit eingespieltem Orgelkonzert der Dreifaltigkeitskirche


Nur für Kirchen:
 Gibt es Hilfen zur Meditation, Besinnung?       
                    ja     

  • Gebetsecke mit Kerzentisch und Material zur Besinnung          
  • Gedenktafeln für die Opfer des 1. Weltkrieges
  • Gedenkbuch für die Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges
  • Meditative Musik während der Kirchenöffnungszeiten

                           
 









Dreifaltigkeitskirche und die ehemalige Gottesackerkirche St. Salvator

Kirchplatz
98673 Eisfeld

Fon 03686/ 30 01 24; 03686/ 30 07 29
Fax 03686/ 61 89 96 5

Öffnungszeiten
Ansprechpartner:
Pfarrer Bernd Kaiser

Mai-Oktober
Mo.-Sa. 10:00-12:00 Uhr
           14:00-16:00 Uhr
Pfarrbüro
Di.-Do. 8:00 -13:00 Uhr
Fr.     08:00 -12:00 Uhr