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Leuchtenburg - Seitenroda

Leuchtenburg- Porzellan trifft Mittelalter "Niemals hätte ich es geglaubt, wenn ich es nicht gesehen hätte, daß hier so viel Unheil sei. Das Volk verachtet alles, was heilig ist […].“ Dieses Zitat aus Philipp Melanchthons Bericht nach einer Kirchenvisitation in der Region im Saaletal um Kahla im Jahre 1536 beschreibt eine große Verbreitung von religiösem Gedankengut, was radikal über Luthers reformierte Kirche hinausging. Grund dafür war das Wirken von Andreas Rudolf Bodenstein, auch Karlstadt genannt.

Malerisch hoch über dem Tal liegt die heute fast 800jährige Anlage, die zahlreiche Touristen in den Bann zieht. In den Folgejahren der Reformation wurden zahlreiche Prozesse gegen religiös Andersdenkende auf der Leuchtenburg geführt. Im Visier der Obrigkeit stand die Gruppe der Täufer (auch Wiedertäufer genannt), deren Name sich von ihrer  Ablehnung der Kindertaufen und der dafür eingeführten Glaubenstaufe im Erwachsenenalter ableitet. Für die Verhöre auf der Leuchtenburg wurde im Fall des Gefangenen Hans Schleier kein Geringerer als Phillip Melanchthon persönlich hinzugezogen. Bis heute hat sich der Name des Häftlings in dem Turmnamen „Schleier“ erhalten.


  • ​kostenloser Rundgang um die Burg
  • WC-Benutzung möglich
  • Betreuer/ Führer in der Hauptsaison am Wochenende anwesend, wochentags auf Anmeldung
  • Stempel vorhanden

sonstige ständige Angebote:

a) 10 000 qm Burganlage
b) Ausstellung "Porzellanwelten"
c) Ausstellung zur Burggeschichte
d) Brunnen mit Tretrad
e) Ausstellung zum Weinbau mit Weinberg
f) Burgschänke
g) Aussichtspunkte
h) 20 m langer Steg der Wünsche (Skywalk)
i) Kapelle mit Orgel
 
auf Anfrage:

j) Weinführungen
k) historische Tafeleien
l) englische Führungen
Leuchtenburg

Dorfstraße 100
07768 Seitenroda

Fon 036424/ 71 33 00
Fax 036424/ 71 33 10

Öffnungszeiten
Ansprechpartner:
Ilka Kunze

täglich geöffnet von:

April-Oktober
09:00-19:00 Uhr

November-März
10:00-16:00 Uhr