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Moritzburg - Halle (Saale)

Kardinal Albrecht Das Kunstmuseum ist in einer Burg aus dem späten 15. Jahrhundert untergebracht, die einst Kardinal Albrecht von Brandenburg, dem Gegenspieler Martin Luthers, als Residenz diente. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Moritzburg schwere Zerstörungen, um 1900 wurde sie zum Museum ausgebaut. 2008 vollendete das spanische Architekturbüro Nieto Sobejano einen spektakulären Erweiterungsbau. Zu sehen sind u.a. Werke der Klassischen Moderne mit der Sammlung Hermann Gerlinger zur Kunst der "Brücke" sowie Gemälde aus Lyonel Feiningers Halle-Zyklus. In den Gewölben der Moritzburg befindet sich eine hochkarätige Sammlung mittelalterlicher Schnitzplastik und Skulptur aus dem mitteldeutschen Raum.

zum Theamtischen Schwerpunkt:
Auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt lag mit Wittenberg nicht nur die weltberühmte Wiege der Reformation, sondern – nur wenige Kilometer entfernt - mit der Moritzburg in Halle auch die bevorzugte Residenz von Martin Luthers größtem Widersacher: Kardinal Albrecht von Brandenburg (1490-1545), Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, Primas der katholischen Kirche in Deutschland, Erzkanzler des deutschen Reiches, Kardinal der Römischen Kirche und Generalinquisitor für Deutschland, Markgraf von Brandenburg.
Der nach dem Kaiser mächtigste Mann im Reich residierte fast drei Jahrzehnte  von 1513 bis 1541 in der Moritzburg und in der Residenz am halleschen Dom. Während ringsumher die Reformatoren die „Götzenbilder“ aus den Kirchen warfen, erblühte in Halle noch einmal die Hofhaltung eines geistlichen Renaissance-Fürsten, die in ihrer beispiellosen Prachtentfaltung den europäischen Vergleich nicht zu scheuen brauchte.
Der geistliche Kern dieses Prunks, mit dessen Glanz Albrecht die Reformation zum Stehen zu bringen hoffte, lag zum einen in einer riesigen Reliquien-Sammlung, dem „Halleschen Heiltum“, in dem hunderte kostbarster Goldschmiedewerke die Partikel und Körper der Heiligen bewahrten; zum anderen in der Ausstattung der von Albrecht gegründeten Stiftskirche, dem heutigen Dom. Dort kam der größte Gemäldezyklus zur Aufstellung, der in Deutschland jemals in Auftrag gegeben worden war, mit Werken von Baldung, Cranach, Dürer und anderen. Doch half all dies nichts, und Albrecht kehrte 1541 geschlagen in sein Erzbistum Mainz zurück. Dabei nahm er den größten Teil seiner Schätze mit, die einst den Glanz seiner Hallenser Jahre ausgemachten.
Moritzburg

Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle (Saale)

Fon 0345 /21 28 90
Fax 0345/ 20 299 90

Öffnungszeiten
Mo, Di, Do – So, Feiertags 10:00-18:00 Uhr
mittwochs  geschlossen 24.12. und 31.12. geschlossen  Maria-Magdalenenkapelle Apr. - Sept.: Di. und Do: 14:00 –18:00 Uhr